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Quelle: berlin.de Konzeption und Text: Karl-Heinz Metzger

Der Prager Platz wurde 1870 von Johann Anton Wilhelm von Carstenn-Lichterfelde angelegt. Er hieß zunächst Halberstädter Platz, 1888 wurde er dann in Prager Platz umbenannt. Er war in den 20er Jahren ein kulturelles Zentrum im Berliner Westen; gelegen in dem zu Wilmersdorf und Schöneberg gehörenden Bayerischem Viertel, der sogenannten "Jüdischen Schweiz". Hier lebten viele jüdische Bürger, Künstler und Intellektuelle. Bert Brecht traf sich in der "Prager Diehle" mit russischen Emigranten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz und fast die gesamte Randbebauung vollständig zerstört. 1986 wurde er in Anlehnung an seine historische Form wieder neu gestaltet als ovaler verkehrsberuhigter Platz mit fünf Straßeneinmündungen, gepflasterter Fahrbahn, Mittelinsel mit Rasenfläche, Randrabatten, Heckengrün hinter Sitzbänken und einem Fontänenbrunnen in einer flachen Steinschale. 1987 wurde der Platz als Teil der Internationalen Bauaustellung "IBA" zum besonderen Stadtplanungs- und Architekturprojekt, das im Juni 2002 mit der Eröffnung der "Prager Passage" abgeschlossen wurde.

Quelle: berlin.de Konzeption und Text: Karl-Heinz Metzger
  
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
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